Kleine große Schritte – Jodi Picoult {Rezension}

Das Buch wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt.

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Zum Buch:

Autor: Jodi Picoult

Erscheinungsdatum: 01.10.2017

Verlag: C. Bertelsmann Verlag

Seiten: 592 Seiten

ISBN: 978-3570102374

Preis: 20,00€ (Hardcover)

Inhalt:

Die Säuglingsschwester Ruth arbeitet seit nun mittlerweile 20 Jahren im Mercy West Hospital. Umso verwundeter ist sie, als die Eltern eines Neugeborenen, mitten in der Untersuchung, ihren Vorgesetzten sprechen wollen. Ruth weiß gar nicht was vorgefallen ist, bis sie in der Akte des Babys sieht, dass dieses nicht von afroamerikanischen Personal behandelt werden darf.

Trotz ihrer Erfahrung als Krankenschwester hat sie einen Fehler, sie ist nicht weiß. Als das Baby der rechtsextremen Eltern Atemnot bekommt, ist Ruth die einzige Schwester auf der Station. Sie weiß nicht was sie tun soll. Soll sie warten bis jemand kommt, oder soll sie handeln und ihren Job riskieren? Die Ereignisse überschlagen sich und das Baby stirbt unter den Augen seiner Eltern, die in Ruths Wiederbelebungsmaßnahmen, eine Schwarze Frau sehen, die ihr Baby erschlägt.

Ehe Ruth sich versieht steht sie unter Mordanklage vor Gericht und muss sich behaupten ohne das Rassenthema aufs Tapet bringen zu dürfen.

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Meine Meinung:

Jodi Picoult hat hier ein Thema aufgegriffen, dass meiner Meinung nach viel öfter angesprochen werden müsste. Jeder spricht sich immer und stets gegen Rassismus aus, ohne sich zu fragen, ob man nicht selbst ein bisschen rassistisch ist. Nicht Mutwillig, aber unbewusst in unserem Handeln und Denken. Die Privilegien, die wir genießen nur weil wir weiß sind, sind uns nicht immer bewusst. Das fängt schon an beim einkaufen. Ich selbst bin im Einzelhandel tätig gewesen und musste miterleben, wie wir als Mitarbeiter aufgerufen wurden vor Allem ausländische Kundschaft zu beobachten und regelrecht zu verfolgen, damit sie den Laden wieder verlassen. Sowas macht mich einfach nur sprachlos.

Ich finde dieses Buch einfach nur großartig. Das war mein erstes Buch von Jodi Picoult und es war einfach nur Wahnsinn. Man erlebt eine Achterbahnfahrt der Gefühle.  Ich musste das Buch oft pausieren, da ich zum Teil einfach nur richtig wütend wurde, von der Ungerechtigkeit, die wie hier miterleben.

Man müsste das Buch eigentlich als Pflichtlektüre in der Schule einführen, dann bin ich mir sicher würde es weniger Vorurteile oder rassistische Neigungen geben.

Das Buch ist jetzt schon ein Jahreshighlight von mir!

/5 Sternen

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